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Derzeit findet in 12 Kliniken in Deutschland eine Studie statt, für die ein Raum im Kreißsaal zu einem „alternativen Gebärraum“ umgestaltet wurde.

Hier erfahren Sie, was die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ beinhaltet und was eine Teilnahme für Sie bedeutet. Bitte nehmen Sie sich Zeit, die Informationen zu lesen und mit Ihren Angehörigen, Bekannten, Ihrer Hebamme oder Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu diskutieren und zu besprechen. Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie Fragen haben.

Was untersucht die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“?

  • Was untersucht die Studie Be-Up: Geburt aktiv?

    In dieser Studie wird untersucht, ob die Einrichtung des Gebärraums Auswirkungen auf die Geburt hat. Dazu werden bis zum Frühjahr 2020 insgesamt 4000 Studienteilnehmerinnen nach dem Zufallsprinzip einem alternativen oder einem üblichen Gebärraum zugeteilt.

    „Be-Up: Geburt aktiv“ ist die bisher größte Studie dieser Art überhaupt. Durch die Ergebnisse dieser Studie wird es möglich sein, Fragen zur Wirksamkeit der Gebärumgebung zu beantworten, auf die es bislang keine gesicherten Antworten gibt. Eine wichtige Frage ist, ob die Umgestaltung des Gebärraums eine natürliche Geburt begünstigt.

  • Was unterscheidet im Kreißsaal den alternativen Gebärraum von einem üblichen Gebärraum?

    Im alternativen Gebärraum sorgt ein Sichtschutz an der Tür für Privatsphäre. Ihnen stehen eine Bodenmatte, eine Matratze, ein Sitzsack und Schaumstoffelemente zur freien Verfügung, die Sie bei Wehen und Geburt nutzen können, um sich zu entspannen und die Wehen zu verarbeiten. Die Hebamme wird sie dabei unterstützen, die Einrichtungsgegenstände gut zu nutzen. Sie können sich im Raum an Fotopostern orientieren, die aufrechte Körperhaltungen zeigen. Gemeinsam mit Ihrer Begleitperson können Sie an einem Esstisch sitzen oder sich dort abstützen. Auf einem Bildschirm können Sie Filme mit Naturszenen betrachten, auch das Abspielen eigener mitgebrachter DVDs, Blu-ray- oder Audio-CDs ist möglich. Das Licht im Gebärraum können Sie selbst einstellen, wie es für Sie gut ist. Es sind heiße und kalte Getränke und kleine Snacks verfügbar.

    Im üblichen Gebärraum befindet sich ein Gebärbett, das von drei Seiten zugänglich ist. Sie können darauf unterschiedliche Körperhaltungen während der Wehen und der Geburt einnehmen, denn sowohl das Rückenteil als auch das Fußteil ist vielfältig verstellbar. Die Hebamme wird sie dabei unterstützen, die Verstellbarkeit des Bettes gut zu nutzen und sich zu entspannen. Das Licht im Raum kann Ihren Bedürfnissen entsprechend eingestellt werden. Snacks und heiße und kalte Getränke können Ihnen gebracht werden. Die zusätzliche Ausstattung (zum Beispiel: Tuch von der Decke, Sitzball, Gebärhocker) ist abhängig von der üblichen Ausstattung der Gebärräume im jeweiligen Kreißsaal.

  • Warum sollte ich an der Studie Be-Up: Geburt aktiv teilnehmen?

    Neugeborenes mit seiner Mutter (iStock / mustafagull)

    Wir wissen, dass Bewegung und ein Wechsel zwischen Stehen, Sitzen, oder Knien während der Wehen gut sind, um das Kind natürlich, das heißt ohne Kaiserschnitt, zu gebären. Auch Ablenkung und Entspannung können bei der Verarbeitung der Wehen helfen. Wir wissen aber nicht, wie ein Gebärraum eingerichtet sein muss, um den natürlichen Verlauf der Geburt besser zu unterstützen.

    Fachleute – wie auch die Bundesregierung – wollen mit dieser Studie diese wichtige Frage beantworten, auf die es bisher keine gesicherte Antwort gibt: Haben der Gebärraum und seine Ausstattung einen Einfluss auf den natürlichen Verlauf der Geburt?

    Durch die Teilnahme von 4.000 Frauen – auch durch Ihre Teilnahme – an der Studie kann auf diese Frage eine verlässliche Antwort gegeben werden.
    Ihre eigenen Kinder können wahrscheinlich später davon profitieren.

  • Kann ich an der Studie teilnehmen?

    Schwangere Frauen sitzen im Kreis und tauschen ihre Erfahrungen aus. (iStock / laflor)

     

    Sie können an der Studie teilnehmen, wenn Sie Ihre Geburt in einer der 12 Kliniken planen, die sich an der Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ beteiligen. Überprüfen Sie die Teilnahmekriterien (Link auf die entspr. Stelle: Einschlusskriterien => Sie können an der Studie teilnehmen…) auf dieser Website oder fragen Sie bei der Anmeldung zur Geburt die Hebamme, die Ärztin oder den Arzt, ob eine Teilnahme für Sie möglich ist.

    Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass Sie ausreichend über die Studie informiert sind und die Einwilligungserklärung unterschreiben. Die Einwilligungserklärung erhalten Sie in der Klinik. Bitte lesen Sie sie vorab hier.

     

    » Sie können an der Studie teilnehmen …

  • Wie kann ich an der Studie teilnehmen (Teilnahmebedingungen)?

    Schwangerschaft ist kein Problem bei der Arbeit (iStock / gpointstudio)

    Es ist wichtig, dass Sie sich schon in der Schwangerschaft über die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ informieren. Lesen Sie bitte die Information für schwangere Frauen und Einwilligung zur Teilnahme an der klinischen Studie „Be-Up: Geburt aktiv“. Das gesamte Dokument finden Sie hier.

    Um die Aufnahme zu Beginn der Geburt im Kreißsaal zu erleichtern, können Sie die Einwilligungserklärung schon zu Hause unterschreiben und unterschrieben zur Geburt mitbringen. Legen Sie die unterschriebene Einwilligungserklärung am besten gleich in Ihre Kliniktasche. Sie können die Einwilligungserklärung aber auch im Kreißsaal noch unterschreiben.
    Leider ist eine Teilnahme an der Studie nur möglich, wenn bei Ihrer Ankunft im Kreißsaal der alternative Gebärraum und ein üblicher Gebärraum zur gleichen Zeit frei sind, da sonst keine zufällige Zuteilung in dem einen oder anderen Gebärraum durchgeführt werden kann.

    Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, gehen Sie vielleicht zunächst auf die Seite mit häufig gestellten Fragen. Wenn Ihre Fragen dort nicht beantwortet werden, können Sie uns gerne unverbindlich kontaktieren. Das Kontaktformular finden Sie hier.

  • Wo kann ich an der Studie teilnehmen?

    Karte der Kliniken Bochum Dortmund Dortmund2 Bielefeld Wolfsburg Brandenburg Berlin Halle Neuss Siegen Stolberg Jena

    12 Kliniken unterstützen die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ mit ihrer Teilnahme. Die beteiligten Kliniken sind:

    In Sachsen Anhalt:

     

    Niedersachsen

     

    In Berlin & Brandenburg:

    Universitätsklinikum Halle (Saale)

    Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin
    Ernst-Grube-Straße 40
    06120 Halle (Saale)

    Informationsabende für werdende Eltern:
    am 2. und 4. Donnerstag des Monats,
    geburtshilflicher Infoabend „Eine runde Sache“

    Anmeldung zur Geburt:
    Terminvereinbarung zum Vorgespräch unter 0345 / 557-2454.
    Die Sprechzeiten sind von Montag bis Freitag, 9:00-13:00 Uhr

    Internetseite der Klinik:
    » uk-halle.de

     

    Universitätsklinikum Halle (Foto: UKH)

    Klinikum Wolfsburg

    Sauerbruchstr. 7
    38440 Wolfsburg

    Klinikum Wolfsburg (Foto: Lars Landmann)

    Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum

    Haus 35
    Rubensstraße 125
    12157 Berlin

    Informationsabende für werdende Eltern:
    Jeden 1. + 3. Mittwoch im Monat um 18.00 Uhr
    Wo: Großer Konferenzraum, Haus 35, 1. OG, Rubensstr. 125

    Anmeldung zur Geburt:
    telefonisch Montag bis Freitag
    in der Zeit zwischen 10.00 und 14.00 Uhr
    unter 030 / 130 20 2425
    Terminvereinbarung auch online unter: vivantes.de/fuer-sie-vor-ort/auguste-viktoria-klinikum/geburtsmedizin/vor-der-geburt/anmeldung/

    Internetseite der Klinik:
    vivantes.de/fuer-sie-vor-ort/auguste-viktoria-klinikum/geburtsmedizin/

     

    Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums Berlin
    Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums Berlin (Foto: Vivantes/Wuestenhagen)

    Brandenburg

    Klinikum Brandenburg
    Hochstraße 29
    14770 Brandenburg an der Havel

    Informationen rund um die Geburt und Kreißsaal Besichtigung: regelmäßige Infoabende, Termine entnehmen Sie der Homepage: » klinikum-brandenburg.de/aktuelles/veranstaltungen/infoabende-fuer-werdende-eltern

    Anmeldung zur Geburt ab der 34. Schwangerschaftswoche: Terminvereinbarung zum Gespräch täglich 7.00 bis 15.00 Uhr unter Tel. 03381/41 14 37 oder im Kreißsaal unter 03381/41 14 80.

     

    Website der Klinik: » www.klinikum-brandenburg.de

    Klinikum Brandenburg
    Klinikum Brandenburg


    In Nordrhein-Westfalen:

     

    In Thüringen:

    Augusta-Kranken-Anstalt Bochum

    Augusta Kliniken Bochum Mitte
    Bergstraße 26
    44791 Bochum

    Informationsabende für werdende Eltern:
    einmal pro Monat an einem Donnerstag, um 17:30 Uhr.
    Wo: Hörsaal 2, Treffpunkt vor dem Kreißsaal.
    Keine Voranmeldung erforderlich

    Termine für 2018: 08.03., 05.04., 03.05., 07.06., 05.07., 09.08., 06.09., 04.10., 08.11.und 06.12. – Alternativ können sie eine individuelle Kreißsaalführung unter der Telefonnummer 0234 / 517-2711 vereinbaren.

    Anmeldung zur Geburt:
    Tägliche Geburtsplanungssprechstunde (außer Mittwoch) von 11-14 Uhr. Lassen Sie sich eine Überweisung durch Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt ausstellen und vereinbaren Sie einen Termin unter 0234 / 517-2711

    Internetseite der Klinik:
    » augusta-bochum.de

     

    Augusta Kliniken Bochum
    Bildrechte/Urheberrechte: Eberhard Franken – Augusta Kliniken Bochum Hattingen

    Klinikum Westfalen GmbH

    Knappschaftskrankenhaus Dortmund
    Am Knappschafts-Krankenhaus 1
    44309 Dortmund

    Kursprogramm und Infoabende:

    Anmeldung zur Geburt:
    über den Kreißsaal unter 0231 / 922-1221
    Anmeldung zu Veranstaltungen /Kursen unter 0231 / 922-1252
    persönlich im Büro der Elternschule, Ebene 4
    oder per E-Mail: elternschule@klinikum-westfalen.de

    Internetseite der Klinik:
    » klinikum-westfalen.de

    St.-Josefs-Hospital, Dortmund-Hörde

    Wilhelm-Schmidt-Str. 4
    44263 Dortmund

    Infoabend- & Kreissaalbesichtigung:
    dienstags 17.00-18.30 Uhr
    Ort unterschiedlich: bitte auf der Website nachsehen unter www.josefino.de
    Online-Anmeldung siehe

    Anmeldung zur Geburt:
    Im Rahmen der Geburtsplanung können Sie mit Chefarzt Dr. med. Christoph Hemcke oder mit einem unserer Oberärzte alle anfallenden Fragen – insbesondere bei Risiken – persönlich besprechen.

    Terminvereinbarung unter:
    Sekretariat Sandra Kabisch, 0231 / 4342-2301
    Im Anschluss folgt die Hebammensprechstunde – dort bekommen Sie Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt, können Ängste und Sorgen besprechen und lernen unsere Hebammen kennen.
    ___________
    Die Hebammensprechstunde kann auch unanhängig der Geburtsplanung erfolgen – Wir bitten um eine Terminvereinbarung unter der Telefonnummer +49 231 4342-2330.

     

    Logo Josefino des St. Josejs-Hospital Dortmund-Hörde
    Logo

    Sankt Marien Krankenhaus Siegen,

    Kampenstraße 51
    57072 Siegen

    Informationsabende für werdende Eltern:
    jeden letzten Dienstag im Monat (außer Dezember), ab 19 Uhr;
    Informationen und Kontakt: 0271 / 231-1843

    Anmeldung zur Geburt:
    vorzeitiges Geburtsgespräch,
    Terminvereinbarung unter 0271 / 231-1802 (Sekretariat),
    Hebammensprechstunde Terminvereinbarung unter 0271 / 231- 1843

    » marienkrankenhaus.com

     

    St. Marien Siegen
    Marienkrankenhaus Siegen

    St. Franziskus Hospital Bielefeld

    Kiskerstr. 26
    33615 Bielefeld

    Anmeldung und Fragen zur Geburt:
    Mo-Fr 8:00 – 16:00 Uhr
    Tel.: 0521 589-1550

    Informationsabende in der Elternschule:
    Jeder zweite und vierte Montag im Monat um 19:00 Uhr im Gesundheitszentrum gegenüber dem Franziskus Hospital mit anschließender Kreißsaalbesichtigung. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

    » franziskus.de

     

    St. Franziskus Hospital Bielefeld
    St. Franziskus Hospital Bielefeld

    Lukaskrankenhaus / Städtische Kliniken Neuss

    Preußenstraße 84
    41464 Neuss

    Informationsabende für werdende Eltern:
    Kreißsaalbesichtigung zwei- bis dreimal pro Monat, siehe

    Sie können sich auf der Website der Klinik online für eine Info-Veranstaltung anmelden.

    Anmeldung zur Geburt:
    Sie können sich anmelden unter 02131 / 888 – 2512 oder 02131 / 888 – 2816.
    Einen Termin erhalten Sie auch online über die Website der Klinik.

    Interneteite der Klinik:
    » lukasneuss.de

    Lukaskrankenhaus Neuss
    Lukaskrankenhaus

    Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg

    Steinfeldstraße 5
    52222 Stolberg

    Infomöglichkeiten vor Ort:
    Die Kreißsaalführung findet ab Januar 2018 4 x im Monat statt.
    Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr. Treffen ist im Foyer des Bethlehem Gesundheitszentrums, dort empfängt Sie einer unserer Oberärzte. Für die Teilnahme an der Kreißsaalführung ist keine Anmeldung erforderlich.

    Anmeldung zur Geburt:
    Erstellung einer Kreißsaalakte gemeinsam mit einer Hebamme.
    Wann: Mittwochs von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
    Telefonische Terminvereinbarung unter 02402 / 107- 4316.

    Geburtsvorbereitung für Paare, für Frauen, Akupunktur, Wochenendgeburtsvorbereitungskurse, Schwangerschaftsgymnastik, Aquafitness, Rückbildungs-gymnastik, Ba, PEKIP, Still-Café by massage
    E-Mail: hebammenpraxis.dag-marschaps@web.de

    Internetseite der Klinik:
    » bethlehem.de

    Bethlehem Gesundheitszentrum

    Universitätsklinikum Jena

    Klinik für Geburtsmedizin
    Perintalzentrum Level 1
    Am Klinikum 1
    07747 Jena

    Informationsabende für werdende Eltern:
    Donnerstags, um 18:00 Uhr
    Wo: Treffpunkt im Foyer Gebäude E
    Keine Voranmeldung erforderlich

    Anmeldung zur Geburt:
    4-6 Wochen vor erechnetem Geburtstermin
    Terminvereinbarung unter 03641 / 9329250

    Internetseite der Klinik:
    » uniklinikum-jena.de

     

    Universitätsklinikum Jena
    Universitätsklinikum Jena (Foto: Universitätsklinikum Jena)

     

  • Was geschieht, wenn ich an der Studie teilnehme?

    Wenn Sie zur Geburt im Klinik-Kreißsaal aufgenommen werden, überprüfen die Hebamme und die Ärztin oder der Arzt, ob für Sie eine sichere Teilnahme an der Studie möglich ist. Anschließend entscheidet ein computergesteuertes elektronisches Zufallsverfahren (Randomisierung), welcher Raum für die Geburt Ihres Kindes vorgesehen ist. Das heißt, die Chance, dem alternativen Gebärraum oder einem der üblichen Gebärräume zugeteilt zu werden, beträgt 50%. Egal wie der Zufall entscheidet: Hebammen, Ärztinnen und Ärzte werden Sie während der Geburt bestmöglich so unterstützen, wie Sie und Ihr Kind es brauchen.

  • Häufige Fragen, die interessierte Frauen stellen

    • Ich möchte gerne an der Studie teilnehmen, aber meine Wunschklinik ist nicht als Kooperationsklinik aufgeführt. Kann ich trotzdem an der Studie teilnehmen?

      Die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ findet ausschließlich in den genannten Kliniken statt. Wenn Sie in einer anderen Klinik gebären möchten, ist eine Teilnahme nicht möglich.

    • Ich interessiere mich für die Studie "Be-Up: Geburt aktiv". Wann muss ich mich entscheiden, ob ich teilnehmen möchte?

      Die Aufnahme in die Studie ist erst möglich, wenn Sie im Kreißsaal einer der Kooperationskliniken zur Geburt aufgenommen werden. Wir empfehlen Ihnen, sich bereits jetzt über die Studie zu informieren. Alle Informationen, die Sie zur Teilnahme an der Studie benötigen, finden Sie hier.

    • Wie unterscheidet sich die Betreuung durch die Hebammen, Ärztinnen und Ärzte im alternativen Gebärraum und im üblichen Gebärraum?

      In beiden Gebärräumen besteht in der medizinischen Betreuung durch die Hebamme, Ärztin und Arzt kein Unterschied, weil sie in jedem Raum auf Ihre individuelle Situation und Bedürfnisse eingehen und Sie nach fachlichem Wissen und besten Kräften unterstützen. Bei Komplikationen im Geburtsverlauf werden Sie in beiden Gebärräumen sofort medizinisch so versorgt, wie es erforderlich ist.

    • Ich weiß noch nicht, ob ich an der Studie "Be-Up: Geburt aktiv" teilnehmen möchte. Kann ich zur Geburt auch in eine der aufgeführten Kliniken gehen, wenn ich nicht an der Studie teilnehmen möchte?


      Ja, natürlich. Eine Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können auch in einer Kooperationsklinik gebären, ohne sich selbst an der Studie zu beteiligen. Die Betreuung durch Hebammen, Ärztinnen und Ärzte in der Klinik wird durch die Teilnahme an der Studie nicht beeinflusst. Es entstehen Ihnen keine Nachteile, wenn Sie nicht an der Studie teilnehmen. Sie können sich allerdings auch ohne Studienteilnahme nicht einen bestimmten Gebärraum aussuchen.

    • Ich möchte unbedingt in dem alternativen Gebärraum gebären. Ist das möglich?

      Der alternative Gebärraum steht während der Laufzeit der Studie (bis zum Frühjahr 2020) vorrangig für die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ zur Verfügung. Frauen, die an der Studie teilnehmen, werden zufällig dem alternativen Gebärraum oder dem üblichen Gebärraum zugeteilt. In der Regel besteht in einer Klinik keine Möglichkeit, einen Gebärraum für die Geburt des eigenen Kindes auszusuchen. Das ist auch in dieser Studie so, denn der Nachweis einer Wirkung der Gebärumgebung kann nur erbracht werden, wenn der Zufall darüber entscheidet, in welchem Gebärraum eine Studienteilnehmerin ihr Kind zur Welt bringt.

      Bitte bedenken Sie, dass Sie im Vorhinein nicht wissen werden, was Sie während der Wehen und bei der Geburt als hilfreich erleben werden. Niemand kann vorhersagen, ob es für Sie zu einer bestimmten Zeit angenehmer oder hilfreicher sein wird, wenn Sie sich ins Bett legen, sich auf ein Sitzkissen setzen, sich bewegen oder auf Schaumstoffelementen abstützen. In beiden Gebärräumen stehen Ihnen Hilfsmittel für die Verarbeitung der Wehen und zur Entspannung zur Verfügung.

    • Welche Bedeutung haben eine aufrechte Körperhaltung und Bewegung während der Geburt

      Der Verlauf einer natürlichen Geburt wird durch ein komplexes Zusammenspiel hormoneller Abläufe gesteuert. Viele Frauen empfinden es als Erleichterung, während der Wehen aufrecht zu sein und häufig die Körperhaltung und Position zu wechseln, also, mal zu sitzen, zu stehen oder zu knien. Auch Sich-Abstützen oder Anlehnen hilft, die Wehen zu verarbeiten. Zudem ist die Blutversorgung des Kindes in aufrechter Haltung besser als im Liegen. Wenn die Geburt voranschreitet, möchten Frauen sich oftmals in den Wehenpausen hinlegen, um sich zwischen den Wehen zu entspannen und Kraft zu sammeln. Wenn eine Frau während der Geburt ihre Körperhaltung frei wählen kann und sich ganz nach ihrem Bedürfnis rhythmisch bewegen oder auch hinlegen kann, ist sie rückblickend häufig sehr zufrieden mit ihrer Geburt. Diese Vorgänge können grundsätzlich in jedem Gebärraum jeder Klinik unterstützt werden.

    • Welche Daten werden im Einzelnen bei der Studie "Be-Up: Geburt aktiv" erhoben?

      Während der Geburt werden von der Hebamme und der Ärztin/dem Arzt routinemäßig Beobachtungen zum Geburtsverlauf und zu medizinischen Maßnahmen in der üblichen Klinikakte notiert. Das gilt auch für die Teilnehmerinnen der Studie. Ein Teil dieser Daten wird für die Studienakte übernommen. Auch der Apgar-Wert des Kindes und sein Nabelschnur-Blutwert, die routinemäßig erhoben werden, werden in die Studienakte übertragen. Es werden keine zusätzlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel Ultraschall oder andere Blutuntersuchungen, für die Studie durchgeführt.

      Auf der Wochenstation erhalten Sie einen ersten Fragebogen, in dem Sie zu Ihrer Geburt und Ihren Erfahrungen während der Wehen und der Geburt befragt werden. Bei einer ambulanten Geburt wird Ihnen der Fragebogen nach Hause mitgegeben.

      Drei Monate nach der Geburt senden wir Ihnen einen zweiten Fragebogen per Post nach Hause, um Sie nach Ihrem Geburtserleben, Ihrem emotionalen und körperlichen Wohlbefinden und der Gesundheit Ihres Kindes zu fragen. Damit wir Ihnen den Fragebogen zuschicken können, bitten wir Sie um die Angabe Ihrer Postanschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie um dieselben Kontaktdaten einer Ihnen nahestehenden Person, die nicht mit Ihnen im gleichen Haushalt lebt. Diese Kontaktdaten dienen dazu, Sie erreichen zu können, falls wir Sie an die Rücksendung des Fragebogens erinnern möchten.

      Für die Rücksendung des Fragebogens per Post entstehen Ihnen keine Kosten.

    • Was passiert mit meinen Daten?

      Alle Daten zur Geburt und zur klinischen Versorgung, die von Ihnen und Ihrem Kind erhoben werden, werden in einer persönlichen Studienakte gesammelt, die mit einer individuellen Code-Nummer versehen ist. Diese Akte wird im Kreißsaal und auf der Wochenstation so aufbewahrt, dass Sie Dritten nicht zugänglich ist. Die sogenannte „Schlüsselliste“, auf der sowohl Ihr Name und die Code-Nummer stehen, wird allein in der Klinik sicher verwahrt.

      Alle erhobenen Daten in der Studienakte werden ohne Angabe Ihres Namens vertraulich behandelt und sicher verwahrt (Datenschutz). Grundsätzlich haben nur die Wissenschaftler/innen, die an der Studie beteiligt sind und zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, Zugang zu Ihren Daten. Niemand sonst erhält Einblick in die Daten.

      Die Studienakte wird ohne Ihren Namen und ohne Ihre Anschrift an das zertifizierte Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS Halle) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg weitergeleitet, wo Wissenschaftler/innen die Daten in ein gesichertes Computerprogramm eingeben. Erst am Ende der Studie, wenn die erforderlichen Daten der 4.000 Studienteilnehmerinnen vorliegen, werden die Daten statistisch ausgewertet.

      Nach Ihrer Entlassung aus der Klinik (und vor dem Versenden der Studienakte an das KKS Halle) wird das Blatt mit Ihren Kontaktdaten der Studienakte entnommen und an die Studienleitung Frau Dr. Gertrud M. Ayerle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gesendet. Von dort aus wird 3 Monate nach der Geburt der Fragebogen an Sie per Post versendet. Wenn der Fragebogen bei uns eingegangen ist, wird das Blatt mit Ihren Kontaktdaten geschreddert und entsorgt.

    • Was passiert mit den Studienergebnissen?

      Das Studienteam wird nach Abschluss der Datenauswertung die Studienergebnisse in Aufsätzen (Fachartikeln) und auf Kongressen bekannt geben und präsentieren. Dazu werden die Daten nur zusammengefasst ausgewertet, so dass kein Ergebnis auf Sie oder einzelne Studienteilnehmerinnen zurückzuführen ist.

      Unter Mitwirkung von sogenannten „Patientenvertreterinnen“, die die Interessen von schwangeren und gebärenden Frauen vertreten, werden die Gesamtergebnisse auch in nicht-wissenschaftlicher Sprache aufbereitet und für die interessierte Bevölkerung und Personen aus der Politik und Gesundheitsversorgung veröffentlicht. Diese werden auch Empfehlungen für die Gestaltung von Gebärräumen in Kliniken beinhalten. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse der Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ eine breite Beachtung finden.

    • Unter welchen Umständen kann ich nicht an der Studie teilnehmen (Ausschlusskriterien)?


      Bei Aufnahme in den Kreißsaal überprüfen die Hebamme bzw. die Ärztin oder der Arzt, ob bei Ihnen Umstände vorliegen, die Ihre Teilnahme an der Studie unmöglich machen (sogenannte Ausschlusskriterien). Die Ausschlusskriterien sind:

      • Eine drohende Frühgeburt (Geburt bis 36+6 Schwangerschaftswochen),
      • eine Übertragung des Kindes (Geburt ab 42+0 Schwangerschaftswochen),
      • der Wunsch einer Wassergeburt,
      • eine Notfall-Einweisung aufgrund von aufgetretenen Komplikationen,
      • eine geplante Entbindung per Kaiserschnitt.

      Bedenken Sie außerdem, dass eine Teilnahme an der Studie leider nur möglich ist, wenn bei Ihrer Ankunft im Kreißsaal sowohl der alternative Gebärraum als auch ein üblicher Gebärraum gleichzeitig frei sind, da sonst keine zufällige Zuteilung durchgeführt werden kann.

    • Ich plane eine ambulante Geburt. Kann ich trotzdem an der Studie teilnehmen?

      Ja, Sie können auch dann an der Studie teilnehmen. Wenn Sie nach der Geburt ambulant entlassen werden, gibt Ihnen die Hebamme den Fragebogen in einem frankierten Umschlag mit. Sie können ihn uns per Post zuschicken. Es entstehen Ihnen dabei keine Kosten.

    • Was ist, wenn ich als Studienteilnehmerin erst während der Wehen den Wunsch verspüre, diese in der Badewanne zu verarbeiten?

      Wenn eine Badewanne vorhanden ist, können Sie während der Geburt – auch wenn Sie dem alternativen Gebärraum zugeteilt sind – ein Entspannungsbad nehmen. Die Teilnahme an der Studie ist davon nicht beeinflusst.

  • Häufige Begriffe kurz erklärt (Glossar)

    • Alternativer Gebärraum

      Der Raum im Kreißsaal, der für die Studie verändert und anders ausgestattet wurde, wird als alternativer Gebärraum bezeichnet.

    • Datenschutzgesetz

      Das Datenschutzgesetz regelt, dass Patientendaten besonders geschützt werden und nicht an Zweit- oder Drittpersonen weitergegeben werden dürfen.

    • Ein- und Ausschlusskriterien

      Die Einschlusskriterien zur Teilnahme an einer Studie beschreiben, welche Merkmale dazu führen, als Studienteilnehmerin aufgenommen zu werden.

      Das Vorliegen bestimmter Ausschlusskriterien führt dazu, dass eine Person nicht an einer Studie teilnehmen darf, auch wenn sie die Einschlusskriterien erfüllt. Die Festlegung von Ein- und Ausschlusskriterien dient insbesondere dazu, schon bei der Planung der Studie für eine sichere Teilnahme der Studienteilnehmerinnen zu sorgen.

    • Ethikkommission

      Eine Ethikkommission ist ein Gremium, das beurteilt, ob in einer Studie die ethischen und rechtlichen Interessen von Studienteilnehmerinnen ausreichend berücksichtigt werden. Bevor eine Studie durchgeführt werden kann, muss eine Ethikkommission dem Forschungsvorhaben (Studienprotokoll) zustimmen. Die Kommission ist dabei an international geltende Standards gebunden.

    • Gebärraum

      Ein Raum in einer geburtshilflichen Abteilung (Kreißsaal) innerhalb einer Klinik, in dem Geburten stattfinden.

    • Kooperationsklinik

      Die 12 Kliniken, die an der Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ teilnehmen, werden als Kooperationskliniken bezeichnet.

    • Kreißsaal

      So wird die geburtshilfliche Abteilung einer Klinik genannt. Dort gibt es neben den Gebärräumen auch weitere Zimmer zur Aufnahme, zum Durchführen eines Ultraschalls, zur Wehenkontrolle und Räume für die Hebammen, Ärztinnen und Ärzte.

    • Natürliche Geburt

      Eine normale Geburt ist nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als spontanes Einsetzen der Wehen, niedriges Ausgangsrisiko, weiterhin niedrige Risikoeinstufung während der Wehentätigkeit, Geburt und Nachgeburtsphase. Das Kind wird spontan aus einer Schädellage zwischen 37+0 und 41+6 Schwangerschaftswochen geboren. Nach der Geburt befinden sich Mutter und Kind in gutem Zustand (WHO 1996).

    • Patientenvertreterinnen

      Nach guter wissenschaftlicher Praxis wird empfohlen, zur Planung einer Studie sachkundige Personen einzubeziehen, die das Studienteam beraten. Sie achten darauf, dass insbesondere die Interessen der schwangeren Frauen und Mütter beachtet werden. Das Studienteam hat deshalb zur Planung und Durchführung der Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ durchgehend 5 Patientenvertreterinnen einbezogen. Sie sind Frauen, die bereits Kinder geboren haben und in einer der folgenden Organisationen Mitglied sind: Motherhood e.V., Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. oder Gesellschaft für Geburtsvorbereitung e.V.

    • Üblicher Gebärraum

      Das sind alle Gebärräume im Kreißsaal der Kooperationskliniken, die für die Studie nicht verändert wurden.

    • Wochenstation

      Die Abteilung innerhalb einer Klinik, auf die die Frau und ihr Kind nach der Geburt im Kreißsaal verlegt werden, wird als Wochenstation bezeichnet.

    • Randomisierung

      Damit wird die zufällige Zuteilung von Studienteilnehmerinnen zu zwei verschiedenen Gruppen (dem einen oder anderen Gebärraum) bezeichnet. Durch die große Anzahl von 4.000 Teilnehmerinnen ist gewährleistet, dass beide Gruppen dann in ihrer Zusammensetzung ähnlich sind. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die beobachtete Anzahl natürlicher Geburten auf die Umgestaltung des Gebärraums (alternativer Gebärraum) zurückzuführen ist.

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