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10. Nov 2017

Klinische Studie

Verfasst von

„Be-Up“: Eine randomisiert kontrollierte Studie (RCT) zum Effekt der Geburtsumgebung auf den Geburtsmodus und das Wohlbefinden von Frauen am Geburtstermin.

Kurztitel: BE-UP

Zeitraum: 10/2017 – 09/2020

Die hohe Rate an Kaiserschnittentbindungen in Deutschland führt immer wieder zu der Frage, wie Kaiserschnitte verhindert und eine Zunahme vaginaler Geburten erreicht werden kann. International gibt es Hinweise auf wirksame Interventionen, aber der unabhängige Einfluss der Gebärumgebung wurde noch nicht durch eine klinische Studie belegt.

Daher geht das Forschungsteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit Bochum ab Oktober 2017 in einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie der Frage nach, inwieweit die Gestaltung des Gebärraumes den Anteil vaginal geborener Kinder beeinflusst. Dabei werden in insgesamt zwölf Kliniken in fünf deutschen Bundesländern (Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Thüringen und Sachsen) jeweils ein Gebärraum der geburtshilflichen Abteilung (Kreißsaal) räumlich verändert und die Gebärumgebung für die Frauen materiell und sinnlich alternativ gestaltet.

Ab April 2018 werden Frauen, die mit einem Kind in Schädellage am Termin schwanger sind und sich zur Teilnahme an der Studie bereit erklären, bei Aufnahme zur Geburt zufällig entweder dem alternativ gestalteten Gebärraum oder dem herkömmlichen Gebärraum zugeteilt.

Im Verlauf der klinischen Studie werden unter anderem Daten zu geburtshilflichen Interventionen und dem Geburtsmodus erhoben. Drei Monate nach der Geburt geben die Mütter in einer postalischen Befragung Auskunft über ihr gesundheitliches Befinden und das ihres Kindes sowie zu ihrem Geburtserleben. Zum Abschluss der Studie wird die Arbeitszufriedenheit der Hebammen und Fachärzt/innen für Gynäkologie und Geburtshilfe an den beteiligten geburtshilflichen Abteilungen erhoben und eine gesundheitsökonomische Evaluation vorgenommen.

Die Studie wird im Umfang von 1,1 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Fkz. 01KG1715) gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren (1.10.2017 bis 30.9.2020). Ergebnisse werden erst zum Abschluss der Studie 2020 erwartet.

Zur Forscher/innengruppe gehören  Dr. Gertrud Ayerle, Projektleitung (gertrud.ayerle@medizin.uni-halle.de), Prof. Dr. Rainhild Schäfers und Dr. med. Gregor Seliger, beide stellvertretende Projektleitung (rainhild.schaefers@hs-gesundheit.de), sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Elke Mattern M.Sc. und Dipl. med. päd. Sabine Striebich und die Ärztin Ronja Ocker.

Über Gertrud Ayerle

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